Setz dich aufrecht, Füße stabil am Boden, und atme vier Zählzeiten ein, sechs aus. Spüre die Auflagepunkte deines Körpers, entspanne Kiefer, Stirn und Schultern. Lass Gedanken wie Wolken weiterziehen, ohne sie festzuhalten. Diese einminütige Übung senkt deinen Puls, stabilisiert den Fokus und erinnert dich daran, zuerst anzukommen, bevor du handelst – besonders hilfreich, wenn Kinder bereits rufen und Termine warten.
Nimm dein Wasser mit beiden Händen, fühle das kühle Glas, rieche kurz, trinke langsam. Registriere Temperatur, Geschmack und den Moment, in dem der Körper „Danke“ sagt. Kein Scrollen, keine Nebenaufgabe, nur trinken. Dieses bewusste Einzelereignis signalisiert dem Nervensystem Sicherheit und schafft einen klaren Übergang vom Schlaf in den Tag. Wenn Kinder zusehen, lernen sie unaufdringlich, wie Achtsamkeit im Alltag aussieht.
Formuliere leise einen einfachen Satz: „Heute bewege ich mich ruhig, auch wenn es eng wird.“ Wiederhole ihn beim Zähneputzen oder am Spiegel, langsam und mit Gefühl. Solche kurzen Selbstinstruktionen verbessern nachweislich die Handlungssteuerung, weil sie Aufmerksamkeit bündeln. Teile den Satz mit deinem Kind, wenn es mag, und macht daraus ein kleines Familienritual, das Orientierung gibt, ohne Druck aufzubauen.
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